Wetter  

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Quelle: Eigene Messdaten
Letzte Aktualisierung: 15.12.2018 - 17:16 Uhr
Wetterwarnung für Kreis Harburg :
Amtliche WARNUNG vor FROST
Sa, 15.Dec. 11:00 bis Sa, 15.Dec. 18:00
Es tritt leichter Frost zwischen 0 °C und -2 °C auf.
Amtliche WARNUNG vor FROST
Sa, 15.Dec. 18:00 bis So, 16.Dec. 18:00
Es tritt leichter Frost zwischen -1 °C und -4 °C auf.
2 Warnung(en) aktiv
Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 15/12/2018 - 17:18 Uhr
   

Interner Bereich  

   

...eigentlich wenn jemand die Hilfe der Feuerwehr benötigt?


Wie funktioniert es, dass innerhalb kürzester Zeit professionelle Hilfe vor Ort ist?

- "Schlafen Sie im Gerätehaus?"
- "Wenn es brennt, dann kommt die 'richtige' Feuerwehr?"
- "Ihr werdet von der Gemeinde bezahlt?"
- "Die blöde Sirene hat mich schon wieder geweckt!"

Viele dieser Fragen und Aussagen erreichen die ehrenamtlichen Frauen und Männer unserer Feuerwehr. Immer wieder bestätigen sich vermeintliche Vorurteile nicht.
Doch wie funktioniert die Freiwillige Feuerwehr überhaupt?

Vielen Mitbürgern passiert es, dass sie in ihrem Leben die Hilfe der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes benötigen, doch was passiert in diesen Momenten überhaupt im Hintergrund?

Sobald der Notruf 112 über das Handy oder den Festnetzanschluss gewählt wird, wird der Anrufer sofort mit der zuständigen Rettungsleitstelle verbunden. Im Übrigen erreicht man unter der 112 den Rettungsdienst sowie die Feuerwehr. Im Landkreis Harburg wird man dann mit der Leitstelle im Winsener Kreishaus verbunden. Hier verrichten rund um die Uhr mindestens zwei hauptberufliche sogenannte Disponenten - jeweils ausgebildete Feuerwehrführungskräfte sowie rettungsdiensterfahrene Einsatzkräfte - ihren Dienst und nehmen unter anderem die Notrufe entgegen.

Falls einmal alle Leitungen belegt sein sollten wird der Anruf nach 10 Sekunden an die Leitstellen in Soltau (Landkreis Heidekreis) sowie Rotenburg (Landkreis Rotenburg/Wümme) weitergeleitet - diese arbeiten mit der Winsener Leitstelle im Verbund. Dies bedeutet, dass alle Leitstellen mit dem gleichen System arbeiten und für alle Kreise Einsätze disponieren und auslösen können. Vorrangig wird jedoch die "Heimatleitstelle" des Hilfsbedürftigen tätig.

Im Notrufgespräch werden die relevanten Daten abgefragt. So z.B. ob bei einem Verkehrsunfall noch Personen in den Fahrzeugen sind und ob die Türen sich öffnen lassen. Durch diese Informationen wird durch den Disponenten entschieden, welches "Stichwort" alarmiert wird. Beispielsweise muss nicht zu jedem Verkehrsunfall die Feuerwehr ausrücken, manchmal genügt in diesem Fall der Rettungsdienst.
Die Polizei oder Rettungshubschrauber aus Hamburg, Bremen, Uelzen oder Hannover werden ebenso durch die Rettungsleitstelle eigenständig nach Bedarf angefordert.

Wichtig ist jedoch, dass der Disponent auf diese für den Anrufer vorhandene Stresssituation geschult ist - sofern nicht alle Informationen vorliegen, wird so lange nachgefragt, bis alle relevanten Informationen vorliegen.

Zu den genannten Fragen gehören die sogenannten "fünf W"-Fragen.

- Wer ruft an? (Anruferdaten)
- Was ist passiert? (Stichwortfindung)
- Wo ist es passiert? (Ortsklärung)
- Wie viele Verletzte gibt es? (Anzahl an Rettungswagen, zusätzlichen Feuerwehrkräften)
- Wie ist es passiert? (Unfallmechanismus, ggf. Polizei zusätzlich nötig)

Sobald das Stichwort und die Adresse/der Standort des Anrufers feststehen, werden durch ein hinterlegtes Einsatzleitsystem im Einsatzleitrechner die Einsatzmittel vorgeschlagen. Je nach Stichwort variieren diese. So wird beispielsweise auch die Feuerwehr Welle unterschiedlich alarmiert.

Eine typische Unwetteralarmierung bei einer bestehenden Örtlichen Einsatzleitung

Während in Welle teilweise ausschließlich über die Digitalen Meldeempfänger (DME) alarmiert wird, wird bei größeren Einsätzen auch die Sirene mit ausgelöst. Dies liegt daran, dass nicht jede Einsatzkraft mit einem digitalen Meldeempfänger ausgestattet ist. Bereits in diesem Moment ist für die Einsatzkräfte mit DME eine erste Meldung ersichtlich, da die Melder mittels einer Textübertragung erste Informationen aus der Leitstelle über den Einsatz enthalten.

Nach dem Auslösen des Alarms eilen die Feuerwehrmänner der Feuerwehr Welle zur Feuerwache und ziehen sich dort um. Dies ist neben der nicht vorhandenen Bezahlung der größte Unterschied zu Berufsfeuerwehren, deren Personal in den Wachen in Bereitschaft ist. Die nächsten Berufsfeuerwehren befinden sich übrigens in Hamburg, Hannover und Bremen. Alles "dazwischen" wird ausschließlich durch freiwillige Feuerwehren abgedeckt.

Im Einsatzfax welches automatisiert in die Feuerwache übertragen und ausgedruckt wird sind alle Informationen der Leitstelle über den Einsatz noch einmal zusammengefasst. Hier ist für die Einsatzkräfte auch ersichtlich, welche weiteren Wehren oder Rettungsdienstfahrzeuge mit alarmiert wurden. Diese Informationen werden in der Feuerwache für die Einsätzkräfte gut sichtbar auf einem Bildschirm angezeigt. Somit kann bereits beim Umziehen auf die richtige Ausrüstung (nicht alle Hosen sind feuerfest und für Brände geeignet - dafür aber leichter) zurückgegriffen werden.

Wenn die Fahrzeuge besetzt sind rücken die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus und melden dies der Leitstelle mittels Tastendruck auf dem Funkgerät. So ist stets der Überblick über die Fahrzeuge im Landkreis vorhanden. An der Einsatzstelle gibt das erste Fahrzeug zeitnah eine erste sogenannte Rückmeldung an die Leitstelle, durch diese kann gezielt nachalarmiert werden, falls Spezialfahrzeuge fehlen sollten oder das Ausmaß des Brandes oder des Unfalls größer als angenommen sein sollte.

 


Statusmeldungen zum Ausrücken erfolgen per Tastendruck auf dem Funkgerät 

Doch auch nach dem Einsatz gibt es noch einiges zu tun. So müssen beispielsweise die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden.

Dieser gesamte Einsatz läuft bei der Feuerwehr Welle mit Ausnahme des Leitstellenpersonals und des Regel-Rettungsdienstes (es gibt auch ehrenamtliche Rettungsdiensteinheiten des Roten Kreuzes und der Johanniter-Unfallhilfe für Ausnahmesituationen) absolut ehrenamtlich. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass sich möglichst viele Mitbürger in der Feuerwehr engagieren.

Scheuen Sie sich also nicht, uns einfach persönlich oder ihren Nachbarn der in der Feuerwehr ist anzusprechen sofern Sie Interesse haben bei uns mitzumachen! Oder melden Sie sich unter info [at] ff-welle [.] de oder bei unserem Ortsbrandmeister unter ortsbm [at] ff-welle [.] de

   

Letzte Einsätze  

27.11.2018 um 01:35 Uhr
F2 - Feuer in/an Gebäuden und Anlagen
Küchenbrand
in Handeloh OT Wörme, Handeloher Straße
28.09.2018 um 16:50 Uhr
TH - Technische Hilfeleistung
Baum auf Straße
in B3 - Welle > Wintermoor
20.09.2018 um 21:33 Uhr
F2 - Feuer in/an Gebäuden und Anlagen
Ausgelöster Rauchwarnmelder
in Welle, Moorstraße
   

Aktuelle Information  

Der Förderverein

Über den Förderverein können Sie uns passiv unterstützen.
Ferner sind Zelte über den Förderverein mietbar. Kontaktieren Sie uns einfach unter zelt[at]ff-welle.de !

   

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