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Letzte Aktualisierung: 15.12.2018 - 18:06 Uhr
Wetterwarnung für Kreis Harburg :
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Es tritt leichter Frost zwischen -1 °C und -4 °C auf.
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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 15/12/2018 - 18:06 Uhr
   

Interner Bereich  

   

 

Viele feuerwehraffine Menschen können sich unter dem Begriff Tanklöschfahrzeug sofort ein Bild machen.
Doch da sich nicht jeder auskennt, möchten wir in dieser losen Reihe einige Begriffe verständlich erklären.

Gerade bei den letzten Einsätzen war vermehrt unser Tanklöschfahrzeug im Einsatz, doch wozu genau ist es da und was macht es so besonders?

Tanklöschfahrzeug 20/40 der Freiwilligen Feuerwehr Welle

Gleich vorweg: Ein Tanklöschfahrzeug ist ein Feuerwehrfahrzeug, welches einen im Vergleich zu anderen Fahrzeugen größeren Wassertank hat und dessen Hauptaufgabe vorrangig die Brandbekämpfung ist.
Es kann also in abgelegenen Gebieten entweder die Zeit überbrücken, bis eine Wasserversorgung von einem Hydranten, Bohrbrunnen oder Teich/Fluss hergestellt werden kann oder aber im sogenannten Pendelverkehr Wasser an die Einsatzstelle fahren. Dabei wird die Schlauchleitung im "fliegenden Wechsel" von Tanklöschfahrzeugen mit Wasser versorgt, sodass gelöscht werden kann. Hierzu sind stets mehrere Tanklöschfahrzeuge nötig, wie beispielsweise beim letzten größeren Einsatz in Tostedt (Tanklöschfahrzeuge aus Welle, Heidenau, Tostedt und Hollenstedt waren hier im Einsatz). Während ein Fahrzeug die Leitung einspeist, fahren die anderen an den nächsten Hydranten und tanken dort wieder auf.

Ferner dienen sie bei Wald- und Flächenbränden vorrangig als taktische Angriffsfahrzeuge.

Das Weller TLF 20/40 ist in diesem Fall eine Besonderheit, da es gemäß Feuerschutzkonzept der Samtgemeinde Tostedt besonders für Wald- und Flächenbrände konzipiert ist.
Wie beim Vorgänger, einem Tanklöschfahrzeug auf Unimog-Basis, das im Rahmen der Waldbrandkatastrophe 1975 konzipiert und beschafft wurde, sind hier einige Sonderausstattungen verbaut.

Es verfügt über einen 4500 l Wasser fassenden Tank und eine eingebaute Pumpe, welche 2000 l/min bei 10 bar Ausgangsdruck leistet.
Nach Norm verfügt das Fahrzeug über einen mindestens 4000 l Wasser fassenden Wassertank, daher die Bezeichnung TLF 20/40 - die 20 steht für die Pumpenleistung, die 40 für mindestens 4000 l Wasser.

Weitere Sonderausstattungen bestehen aus:

 

Dachluke

Einsatz über die Dachluke bei einer Flächenbrandübung im Pump&Roll-Betrieb

Um besser bei Wald- und Flächenbränden löschen zu können besitzt das Fahrzeug eine Dachluke, durch die "von oben" gelöscht werden kann.
Hierbei wird der mittlere Sitz umgeklappt und zur Standfläche für einen Feuerwehrmann, der mittels eines C-Strahlrohres welches auf dem Dach vorbereitet liegt löschen kann. Dabei kann während der Fahrt ein sogennanter "Pump&Roll-Betrieb" durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass die Pumpe während der langsamen Fahrt mit etwa 2 km/h Wasser fördert und beispielsweise am brennenden Feuersaum entlang gefahren werden kann während gelöscht wird. Im besten Fall können so rund 40min Einsatzdauer ohne aufzutanken erreicht werden.

 

Selbstschutzanlage

Einsatz über die Dachluke mit Einsatz der Selbstschutzanlage bei einer Vorführung 2015

Um bei Flächenbränden auch Bereiche zu erreichen, die schon abgebrannt sind, hat das Fahrzeug eine Selbstschutzanlage verbaut. Vor der Vorder- und Hinterachse befinden sich je 2 Düsen, welche jeweils 100 Liter Wasser pro Minute auf den Boden sprühen. Dadurch wird die teils noch glimmende, abgebrannte Fläche unter und vor dem Fahrzeug gelöscht und herabgekühlt. Ein Befahren wird dadurch möglich. Besonders bei Getreidefeldbränden oder je nach Topologie eignet sich diese Vorgehensweise.

 

Waldbrandschnellangriff

Mittels "Waldbrandschnellangriff" kann binnen kürzester Zeit ein Erstangriff auf Wald- und Flächenbrände erfolgen. Hierzu sind in einem speziell dafür gefertigten Kanister 4 D-Schläuche - die kleinsten die es bei der Feuerwehr gibt - und ein Strahlrohr vorbereitet. So können bis zu 60m Schlauch verlegt werden. Besonders bei heißen Temperaturen sind die vergleichsweise kleinen Schläuche extrem gut handhabbar. Außerdem wird hierbei Wasser gespart - gerade bei Waldbränden ohne Wasserversorgung ist dies das A & O. Auch für Flammenhöhen von einem Meter ist ein D-Rohr meist ausreichend.

 

FireEx 2002

Bei diesem Strahlrohr handelt es sich um ein Sonderstrahlrohr für die Waldbrandbekämpfung. Mittels Seifenkartuschen kann hier direkt Netzmittel im Strahlrohr erzeugt werden, indem das durchfließende Wasser die Seife auflöst. Dies dient dazu, die Oberflächenspannung des Wassers zu verringern - somit kann das Wasser besser und tiefer in trockenen Waldboden oder auch Stroh eindringen.

   

Letzte Einsätze  

27.11.2018 um 01:35 Uhr
F2 - Feuer in/an Gebäuden und Anlagen
Küchenbrand
in Handeloh OT Wörme, Handeloher Straße
28.09.2018 um 16:50 Uhr
TH - Technische Hilfeleistung
Baum auf Straße
in B3 - Welle > Wintermoor
20.09.2018 um 21:33 Uhr
F2 - Feuer in/an Gebäuden und Anlagen
Ausgelöster Rauchwarnmelder
in Welle, Moorstraße
   

Aktuelle Information  

Der Förderverein

Über den Förderverein können Sie uns passiv unterstützen.
Ferner sind Zelte über den Förderverein mietbar. Kontaktieren Sie uns einfach unter zelt[at]ff-welle.de !

   

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